
Es gibt Lebensläufe, die auf den ersten Blick gegensätzlich wirken – und gerade deshalb besonders spannend sind. Benedikt Höchbauer vereint zwei Bereiche, die unterschiedlicher kaum erscheinen: Er ist aktiver Feuerwehrmann und gleichzeitig Banker bei der Raiffeisenbank Falkenstein-Wörth. Auf der einen Seite spontane Einsätze, Verantwortung unter Zeitdruck und Teamarbeit in Ausnahmesituationen. Auf der anderen Seite Kundenberatung, Struktur, Verlässlichkeit und finanzielle Lösungen im Alltag.
Doch beim genaueren Hinsehen wird deutlich: Beide Rollen verbindet weit mehr, als man zunächst vermuten würde. Es geht um Vertrauen, Hilfsbereitschaft, Verantwortung und den Willen, Menschen in unterschiedlichen Lebenssituationen zu unterstützen. Im Gespräch zeigt Benedikt, wie sehr sich Ehrenamt und Beruf gegenseitig ergänzen – und warum genau diese Kombination für ihn so wertvoll ist.
Wie bist du zur Feuerwehr gekommen – und wie zur Raiffeisenbank Falkenstein-Wörth?
Benedikt Höchbauer: Zur Feuerwehr bin ich durch meine Familie gekommen. Das Thema war bei uns schon früh präsent, sodass ich relativ selbstverständlich mit dieser Gemeinschaft aufgewachsen bin. Dadurch habe ich schnell verstanden, wie wichtig Zusammenhalt, Verantwortung und ehrenamtliches Engagement sind. Die Feuerwehr war für mich deshalb nicht nur ein Verein oder eine Organisation, sondern immer auch ein Stück Heimat und Gemeinschaft.
Mein Weg zur Raiffeisenbank Falkenstein-Wörth war dagegen eher klassisch. Ich bin auf eine Stellenanzeige aufmerksam geworden, in der eine Ausbildung zum Bankkaufmann angeboten wurde. Das hat mich angesprochen, weil ich gerne mit Menschen arbeite, mich wirtschaftliche Themen interessieren und ich einen Beruf gesucht habe, bei dem man Verantwortung übernehmen kann. So begann mein beruflicher Weg in der Bank.
Du bist ausgebildeter Banker und gleichzeitig aktiv bei der Feuerwehr. Was reizt dich an dieser Kombination?
Benedikt Höchbauer: Mich reizt vor allem, dass beide Bereiche sehr unterschiedlich sind und man trotzdem in beiden ständig dazulernt. In der Feuerwehr geht es oft um praktische Einsätze, schnelle Entscheidungen und darum, in schwierigen Situationen ruhig zu bleiben. Im Bankalltag dagegen stehen Kundenberatung, Fachwissen und strukturierte Lösungen im Mittelpunkt.
Gerade dieser Wechsel macht die Kombination für mich spannend. Es gibt immer neue Dinge, die man erlernt – sowohl fachlich als auch persönlich. Ich kann Erfahrungen aus beiden Bereichen mitnehmen und mich dadurch kontinuierlich weiterentwickeln.
Welche Werte aus der Feuerwehr helfen dir auch im Berufsalltag in der Bank?
Benedikt Höchbauer: Ein besonders wichtiger Wert ist für mich Hilfsbereitschaft. In der Feuerwehr helfe ich Menschen in Notlagen – zum Beispiel bei Unfällen oder anderen Einsätzen, bei denen schnelle Unterstützung gefragt ist.
Auch in der Bank spielt dieser Gedanke eine große Rolle, wenn auch auf eine andere Weise. Dort geht es darum, Kunden bei ihren Anliegen zu unterstützen, Fragen zu beantworten oder bei Problemen zu helfen – beispielsweise beim Online-Banking oder bei alltäglichen Bankgeschäften. Für mich bedeutet Hilfsbereitschaft deshalb nicht nur Hilfe im Notfall, sondern generell für andere da zu sein.
Gibt es Situationen aus Einsätzen oder Übungen, die dich persönlich besonders geprägt haben?
Benedikt Höchbauer: Bis jetzt gab es noch keine einzelne Situation, bei der ich sagen würde, dass sie mich besonders geprägt hat. Natürlich sammelt man in der Feuerwehr viele Erfahrungen – sei es in Übungen oder bei Einsätzen.
Trotzdem nehme ich aus jeder Situation etwas mit. Man lernt mit Verantwortung umzugehen, aufmerksam zu bleiben und im Team zu funktionieren. Vielleicht ist es weniger ein einzelner Moment, sondern eher die Summe vieler Erfahrungen, die einen weiterentwickeln.

Wie reagiert dein Team in der Bank auf dein Engagement bei der Feuerwehr?
Benedikt Höchbauer: Mein Team in der Bank reagiert sehr interessiert und neugierig auf mein Engagement bei der Feuerwehr. Viele finden die Kombination aus meinem Beruf als Banker und dem Ehrenamt spannend, weil diese beiden Bereiche auf den ersten Blick unterschiedlich wirken.
Ich merke aber auch, dass Verständnis und Interesse da sind. Gerade weil die Feuerwehr viel Verantwortung mit sich bringt, wird das positiv wahrgenommen.
Was bedeutet Ehrenamt für dich persönlich?
Benedikt Höchbauer: Ehrenamt bedeutet für mich vor allem, anderen Menschen in Not zu helfen. Wenn man weiß, dass man mit seinem Einsatz wirklich etwas bewirken kann, gibt das einem viel zurück.
Gleichzeitig ist es für mich auch Leidenschaft. Man investiert Zeit, Energie und Engagement – nicht, weil man muss, sondern weil man es gerne macht. Das macht Ehrenamt für mich besonders wertvoll.
In der Feuerwehr muss man sich aufeinander verlassen können. Spielt Teamarbeit auch in deinem Bankalltag eine ähnliche Rolle?
Benedikt Höchbauer: Ja, auf jeden Fall. Teamarbeit ist in beiden Bereichen sehr wichtig.
In der Feuerwehr muss man sich aufeinander verlassen können – oft in Situationen, in denen schnelle Entscheidungen notwendig sind. Jeder muss seinen Beitrag leisten.
Auch in der Bank ist das ähnlich. Dort arbeitet man eng mit Kollegen zusammen, besonders wenn es um Kundenanliegen geht. Man hat nicht immer sofort auf jede Frage die passende Antwort. Dann ist es wichtig, sich auszutauschen, Wissen zu teilen und gemeinsam Lösungen zu finden. Gute Zusammenarbeit ist deshalb in beiden Bereichen ein entscheidender Faktor.

Wie schaffst du es, Beruf, Privatleben und Feuerwehr unter einen Hut zu bringen?
Benedikt Höchbauer: Im Großen und Ganzen klappt das ganz gut, auch wenn es manchmal stressig ist. Gerade die Feuerwehr bringt eine besondere Herausforderung mit sich, weil Einsätze nicht planbar sind. Man kann sich nicht aussuchen, wann ein Alarm kommt.
Deshalb braucht es gute Organisation und Flexibilität. Natürlich gibt es Phasen, in denen alles gleichzeitig zusammenkommt. Aber mit der Zeit lernt man, Prioritäten zu setzen und die verschiedenen Bereiche miteinander zu verbinden.
Was würdest du jungen Menschen sagen, die überlegen, sich ehrenamtlich zu engagieren?
Benedikt Höchbauer: Auch wenn ich selbst noch jung bin, würde ich sagen: Jeder sollte sich Gedanken machen, ob ehrenamtliches Engagement für ihn eine Möglichkeit ist.
Es werden überall Menschen gesucht, die bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und anderen zu helfen. Gleichzeitig bekommt man selbst sehr viel zurück – man sammelt Erfahrungen, lernt neue Menschen kennen und wächst persönlich daran. Ehrenamt ist nicht nur Hilfe für andere, sondern auch eine wertvolle Entwicklung für einen selbst.
Wenn du deine Arbeit als Banker und dein Engagement bei der Feuerwehr mit jeweils drei Begriffen beschreiben müsstest – welche wären das?
Benedikt Höchbauer: Für mich passen drei Begriffe besonders gut: Hilfsbereitschaft, Teamwork und Erfahrungen sammeln.
Hilfsbereitschaft verbindet beide Bereiche direkt, weil es immer darum geht, Menschen zu unterstützen. Teamwork ist sowohl in der Feuerwehr als auch in der Bank unverzichtbar. Und Erfahrungen sammeln gehört für mich ebenfalls dazu, weil ich in beiden Rollen ständig dazulerne und mich weiterentwickle.
Verantwortung hat viele Gesichter
Benedikt Höchbauer zeigt uns, dass gesellschaftliches Engagement und berufliche Verantwortung kein Entweder-oder sein müssen. Zwischen Sirenenalarm und Kundengespräch lebt er zwei Rollen, die beide auf Vertrauen, Verlässlichkeit und Hilfsbereitschaft beruhen.
Gerade in einer genossenschaftlich geprägten Bank wie der Raiffeisenbank Falkenstein-Wörth bekommt diese Verbindung zusätzliche Bedeutung: Gemeinschaft entsteht dort, wo Menschen Verantwortung füreinander übernehmen.
Wenn du jetzt auch Lust bekommen hast, dich bei der Feuerwehr zu engagieren oder noch besser bei uns in der Bank zu starten, dann melde dich doch einfach bei uns. Wir freuen uns auf dich!